Die Wanderstempel von Mauren

Manchmal sind es die unscheinbarsten Belege, die die spannendsten Geschichten erzählen. Auf den ersten Blick ist diese Inlandsdrucksache von 1961 nichts Besonderes: eine schlichte Sendung, frankiert mit einer 5-Rappen-Briefmarke aus der Serie „Landschaften (II)“. Die Marke, gestaltet vom liechtensteinischen Künstler Josef Seger (1908–1998) und am 30. Mai 1961 erschienen, zeigt ein stimmungsvolles Motiv in schwärzlich-olivbraun: Weiterlesen …

Das Jahr des Winzers

Ich bin mit den Motiven dieser liechtensteinischen Briefmarkenserie aufgewachsen, und sie berühren mich noch heute. Als Kind aus einem badischen Winzerdorf weiß ich, was sie darstellen: Während meine Schulkameraden an heißen Tagen ins Schwimmbad rannten, stand ich im Weinberg am steilen Hang – ausdünnen, Blätter schneiden, hohe Triebe entfernen (soweit ich reichte), die Stirn mit Weiterlesen …

Post mit Profil: Eine Karte als Kunstwerk

Diesen Monat präsentiere ich euch einen – in meinen Augen – besonders schönen Beleg aus Liechtenstein – eingereicht von Clemens: eine eingeschriebene Ganzsache-Postkarte von Nendeln nach Gamprin-Bendern, verschickt am 7. September 1978. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der Beleg durch seine Farbigkeit und eine ausgesprochen saubere Stempelung. Doch auch postalisch hat er einiges zu bieten Weiterlesen …

1938: Der Rheinberger-Block

Wenn es um Briefmarken aus Liechtenstein geht, sticht ein Stück besonders hervor: der sogenannte Rheinberger-Block aus dem Jahr 1938. Auf ihm prangt das Porträt des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger – doch wieso eigentlich? Weder Geburt noch Tod jähren sich in diesem Jahr. Es gibt keine offizielle Erklärung dafür, warum gerade er zum Motiv der 3. Weiterlesen …

Fehlstempelungen auf der österreichischen 9 Kreuzer Marke

Die 9-Kreuzer-Marke, die 1850 als Teil der ersten österreichischen Briefmarkenserie herausgegeben wurde, spielte nicht nur in Österreich eine wichtige Rolle, sondern fand auch in Liechtenstein Verwendung. Damals war das Fürstentum postalisch eng mit der Habsburgermonarchie verbunden, und österreichische Briefmarken wurden dort bis zur Einführung eigener Marken im Jahr 1912 genutzt. Die 9-Kreuzer-Marke diente in Liechtenstein Weiterlesen …

Januar 2025 – Über Freundschaft und Frieden

Kurz vor Weihnachten handelte ich unüberlegt und versäumte es, meinen engen Freunden den Respekt entgegenzubringen, den sie verdienen. Es war kein dramatischer Vorfall, sondern eine Reihe kleiner Fehler: sie rüde anzugehen, ihre Gedanken zu unterbrechen, ihre Anliegen abzutun und sie nicht so anzunehmen, wie sie sind. Zunächst bemerkte ich die Auswirkungen meines Verhaltens nicht, doch Weiterlesen …

Dez. 2024 – Ein falsch frankierter Brief von Vaduz nach Meilen?

Heute stieß ich auf einen faszinierenden Brief, der zwar einen traurigen Anlass hatte – einen Trauerfall –, aber dennoch ein außergewöhnliches Stück Geschichte darstellt. Es handelt sich um einen eingeschriebenen Brief, der mit dem ersten Postflug von Vaduz nach St. Gallen befördert wurde. Hauptmann Wirth führte den Hinflug von St. Gallen nach Vaduz durch, während Weiterlesen …

Juli 2024 – Faltbrief aus Vorphilazeiten

Heute präsentiere ich als Beleg des Monats eine Kopie eines Briefes aus der Vorphilazeit, welche mir von einem befreundeten Sammler zur Verfügung gestellt wurde. Es handelt sich um einen Faltbrief vom 12. März 1832, der von Chur (Schweiz) nach Vaduz (Liechtenstein) an den dortigen Grundbuchführer Johann Vetter gesendet wurde. Die Auslieferung erfolgte an der Briefsammelstelle Weiterlesen …

Juni 2024 – Fürstin Gina von Liechtenstein

Heute habe ich einen Erstagsbeleg ausgewählt, der mit einer 3 sFR Marke mit dem Abbild der Fürstin Gina von Liechtenstein frankiert wurde. Der Brief ist  – trotz Einschreiben und Eilpost – mit dieser hohen Wertstufe nicht portogerecht frankiert. Von der Marke sind noch eine Zähnungsabart, ein Plattenfehler, ein Phasendruck und ein Probedruck bekannt. Abgestempelt wurde Weiterlesen …